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Situation bei ICE-Flotte und -Radsatzwellen (10/09) |
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Die DB hat weiterhin mit eingeschränkter Verfügbarkeit ihrer ICE-Flotte zu kämpfen und muss in nicht geringem Umfang ersatzweise mit Lokomotiven bespannte Züge aus konventionellen Reizugwagen fahren.
Wer sich also derzeit eine Zugverbindung ausdrucken lässt, darf nicht erschrecken wenn dabei statt des gewohnten ICE ein IC mit einer Zugnummer erscheint, die es im Zugverzeichnis gar nicht gibt. Das ist dann kein Programmierfehler, sondern im Gegenteil eine gelungene kundenorientierte Aktualisierung. In der Relation Frankfurt am Main – Saarbrücken – Paris fährt seit Längerem ein Zugpaar mit TGV statt ICE, wobei der Weltrekordzug eingesetzt wird. Die Ursachen der Triebzugausfälle sind vielfältig. Neben mehreren Bränden mit Komplettevakuierungen der Fahrgäste in den letzten Wochen spielt sicherlich auch das Radsatzwellenproblem bei ICE 3 und ICE-T eine Rolle. Hier hängt, öffentlich weitgehend unbemerkt, ein Rechtsstreit zwischen DB und Bombardier Transportation beim Kammergericht Berlin an. Dort hat man sich schon im vorigen Jahr bemüht, die Kontrahenten zu einem außergerichtlichen Vergleich zu bewegen, allerdings ohne Erfolg. Sollte die Causa also durchverhandelt werden müssen, kann das eine geraume Zeit dauern und könnte in eine Gutachterschlacht münden wie zu den gummigefederten ICE-Radreifen beim Strafprozess über das Unglück Eschede, mit zunächst ebenso ungewissem Ausgang. Das Weitere ist also abzuwarten. |