ÖBB übernimmt Go-Ahead

go aheadGo-Ahead Triebzüge Siemens Desiro HC und Mireo in den Bayerischen Landesfarben (Foto: Siemens).Die ÖBB setzen ihr Internationalisierungsprogramm fort und steigen mit der Übernahme von Go-Ahead Deutschland in den deutschen Schienenpersonennahverkehrsmarkt ein.

Nach dem am 12. Oktober 2023 erfolgten Signing, der Unterzeichnung des Kaufvertrags, müssen bis zum Closing, dem Abschluss der Transaktion, unter anderem noch wettbewerbsrechtliche Genehmigungen abgewartet werden. Das Closing wird noch in 2023 erwartet. An den aktuellen Angeboten und Fahrplänen ändert sich bei Go-Ahead nichts. Go-Ahead Deutschland wird die Eigenständigkeit bewahren und soll von der Expertise und dem Know-how des ÖBB-Personenverkehrs profitieren.

Die 2014 gegründete Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland ist eine Tochter des britischen Unternehmens Go-Ahead Group Ltd. und unterhält in Deutschland zwei Betriebsgesellschaften. Mit 1 000 Mitarbeitern und 144 elektrischen Triebzügen werden in Bayern und Baden-Württemberg Regionalzugverkehre im Auftrag der genannten Länder betrieben

Die Go-Ahead Baden-Württemberg in Stuttgart wurde im Februar 2017 gegründet und betreibt seit 2019 fünf regionale Schienenstrecken mit 700 km Länge. Mit jährlich 10 Mio. Zug-km werden das Stuttgarter Netz mit der Remsbahn, Residenzbahn, Filstalbahn und Frankenbahn sowie die Murrbahn befahren.

Die Go-Ahead Bayern in Augsburg wurde im Februar 2019 gegründet und bietet seit 2021 regionalen Schienenverkehr mit 10 Mio. Zug-km pro Jahr an. Seit 2021 wird das Elektronetz Allgäu München – Lindau betrieben. Im Dezember 2022 kamen die Strecken des Augsburger Netzes Augsburg – München, Augsburg – Würzburg, Augsburg – Aalen und Augsburg – Ulm hinzu.