eb Ausgabe 8 | 2022

Editorial

Dr. Steffen Röhlig
Chefredakteur
Klimawechsel

 

Chemnitzer Modell – Abnahmetests für die Systemtrennstelle Chemnitz Hauptbahnhof

Fokus

Chemnitzer Modell –  Abnahmetests für die Systemtrennstelle Chemnitz Hauptbahnhof

Seit Einführung der City-Bahn können in Chemnitz Fahrzeuge über das Straßenbahnnetz hinaus in das Chemnitzer Umland verkehren, indem sie Bahnstrecken nutzen. Bisher verkehren diese Züge auf EBO-Strecken entweder elektrisch mit DC 750 V oder mit Dieseltraktion. Mit der Abnahme der elektrischen Systemtrennstelle am Hauptbahnhof Chemnitz wurden nunmehr die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Fahrzeuge künftig elektrisch auf mit AC 15 kV 16,7 Hz elektrifizierten Strecken verkehren können.

Systemoptimierung von DC-Bestandsnetzen durch gezielten Einsatz von Hesop

Fachwissen

Felix Hüttig, Arnd Stephan, Dresden; Perrine Lauwerie, Paris; Anne-Louise Robrade, Carsten Söffker, Salzgitter
Systemoptimierung von DC-Bestandsnetzen durch gezielten Einsatz von Hesop

Die gezielte Substitution ungeregelter durch geregelte Stromrichter in DC-Bestandsnetzen kann energetische und betriebliche Vorteile schaffen. Untersuchungen im Feld mit dem bidirektionalen Stromrichter Hesop zeigen, dass bei Streckenerweiterungen von Stadtbahnnetzen, bei der Erhöhung des Leistungsbedarfes und bei der Bewältigung von Ausfallszenarien generell eine Systemoptimierung möglich ist. Diese schließt in Form von Blindleistungsbereitstellung auch die Mittelspannungs-Verteilnetze ein.

Elektrische Straßensysteme – Sicherstellung der Interoperabilität durch Normierungsaktivitäten

Markus Staub, Fürth; Michael Lehmann, Erfurt
Elektrische Straßensysteme –  Sicherstellung der Interoperabilität durch Normierungsaktivitäten

Die Standardisierungsaktivitäten sind ein wichtiger Baustein für die Etablierung der Elektrifizierung des schweren Straßengüterverkehrs als europäische Gesamtstrategie, da nationale Alleingänge nicht im ausreichenden Maß zu den Klimaschutzzielen des Verkehrssektors beitragen können. Die Elektrifizierung von Autobahnen verknüpft die Domänen Straßeninfrastruktur, (Hybrid)-Nutzfahrzeuge und (Bahn-) Energieversorgung, die in verschiedenen Gremien standardisiert werden. Eine Normungsroadmap für elektrifizierte Fernstraßen wird für eine europäische Interoperabilität benötigt.

Auflaufbedingungen bei Weichenfahrdrähten – Teil 1

Uwe Resch, Frankfurt am Main; Rainer Puschmann, Igensdorf
Auflaufbedingungen bei Weichenfahrdrähten – Teil 1

Häufig sind in Bestandsanlagen der Deutschen Bahn noch Oberleitungen mit festem Tragseil vorhanden. Wegen der einfacheren Planung, Montage und besseren Befahrungseigenschaften errichtet die Deutsche Bahn nur noch Oberleitungen mit beweglich nachgespanntem Tragseil. Beim Anschluss an Bestandsanlagen oder dem Umbau von Bestandsanlagen können sich in Weichen Oberleitungen mit beweglichem und festem Tragseil kreuzen. Zum Beispiel bestehen in Basel Oberleitungskreuzungen mit festem und beweglichem Tragseil, die sich ohne Probleme betreiben lassen. Vorgaben zur Planung und zum Nachweis der Funktionsfähigkeit fehlen im Regelwerk der DB Netz. Daher wurden das Kräftegleichgewicht am Auflaufhorn sowie die Fahrdrahthöhenlage beim Fahrdrahtauflauf bei unterschiedlichen Temperaturen untersucht.

Kombilösung Karlsruhe – neuer Stadtbahntunnel und Neugestaltung der Gleisanlagen in der Innenstadt

Praxiswissen

Matthias Schmidt, Karlsruhe
Kombilösung Karlsruhe – neuer Stadtbahntunnel und Neugestaltung der Gleisanlagen in der Innenstadt

Im Zuge des Ausbaus des schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs in Karlsruhe wurden in den vergangenen Jahren mehrere Stadtteile und umliegende Gemeinden an das Stadtbahnnetz angeschlossen. Dies führte zu einem starken, kontinuierlichen Fahrgastzuwachs und zum Erreichen der Kapazitätgrenze im Innenstadtbereich. Zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit wurden im Zentrum eine neuer Stadtbahntunnel errichtet und oberirdische Gleisanlagen neu gestaltet.

Kombilösung Karlsruhe – Fahrleitungs- und Beleuchtungsanlagen

Heiko Brauch, Forchheim
Kombilösung Karlsruhe – Fahrleitungs- und Beleuchtungsanlagen

Die Umsetzung der Kombilösung Karlsruhe stellte an die zu errichtende Fahrleitungsanlage besondere Anforderungen. Die Fahrleitungsanlage musste an den Haltestellen mit einer Beleuchtungsanlage abgestimmt werden, die ihrerseits selbst von einer Seilkonstruktion getragen wird und Seile und Drähte der Fahrleitungsanlage kreuzt.

Autoren in dieser Ausgabe

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