347 Journal 121 (2023) Heft 9 Leserforum Ihre Meinung ist gefragt. Senden Sie Kommentare und Diskussionsbeiträge bitte per E-Mail an leserforum@eb-info.eu. Die Redaktion behält sich vor, sinnwahrend zu kürzen. Leserzuschriften können zur Diskussion beitragen, spiegeln jedoch nicht die Meinung der Redaktion wider. Interoperabilität des Stromabnehmers im Oberrheintal – Ergebnisse einer deutsch-französischen Studie zu eb 6/2023, Seiten 216 bis 224 Alles schon mal dagewesen In den 1970er Jahren wurde das TEE-Zugpaar Goethe Frankfurt (Main) – Paris über Saarbrücken bis Metz durchgehend mit DB-Zweifrequenzlokomotiven der Baureihe 181.2 bespannt. Dazu kam von den französischen Partnern der Gedanke, ob bei einem Stromabnehmerschaden auf der etwa 80 km langen Strecke zwischen Metz und Frankfurt die Fahrt mit dem Stromabnehmer mit der breiteren DBWippe fortgesetzt werden könnte, anstatt eine SNCF-Hilfslokomotive aus Metz herbeizurufen. Daraufhin wurde kurzerhand ein Turmtriebwagen des DB-Fahrleitungsdienstes mit skalierter DB-Wippe losgeschickt und fuhr, nur mit einer Fahrplanordnung ohne weitere Formalitäten – heute undenkbar – die beiden Streckengleise, die Hauptgleise in den Unterwegsbahnhöfen, einige Weichenstraßen sowie Bahnsteiggleise in Metz ab. Das Ergebnis war, dass die französische Oberleitung nur an wenigen Stellen um einige Zentimeter angepasst werden musste. Der umgekehrte Fall, also im Havariefall auf dem Stück zwischen Grenze und Saarbrücken mit SNCF-Wippen unter DBOberleitung zu fahren, war bei nur 5 km Länge bedeutungslos. Uwe Behmann, S. Ingbert TEE Goethe Anfang 1975 mit neuausgelieferter Zweifrequenzlokomotive der Baureihe 181.218-9 in Frankfurt-Sportfeld (Foto: Dietrich Seegers, Dietzenbach). eb 9 2023 ePaper Abonnement 2023 ã Georg Siemens Verlag GmbH & Co. KG Vervielfältigung und Verbreitung unzulässig und strafbar!
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