Auszug | eb - Elektrische Bahnen 11-12 | 2024

499 Journal 122 (2024) Heft 11-12 2031 abgeschlossen werden. Die Fahrzeuge werden komplett ausgehöhlt und anschließend neu ausgestattet. Der Prototyp des ersten modernisierten ICN geht nach einer Reihe von Tests voraussichtlich Ende 2024 in den kommerziellen Betrieb. Der zweite verlässt das Werk Yverdon im ersten Quartal 2025. Die weiteren Züge werden in einem Rhythmus von sieben bis acht Zügen pro Jahr in Serie erneuert. Die SBB investiert in den nächsten Jahren jährlich 1Mrd. CHF in neue und modernisierte Züge. 2019 begann man, die IC2000 zu erneuern, damit sie fit für die nächsten 20 Jahre sind. Mit 62 Exemplaren bilden diese Doppelstockzüge die größte Zugflotte des SBB-Fernverkehrs. Sie ersetzten unterschiedliche Altfahrzeuge, gehören zu den zuverlässigsten Zügen der SBB und bilden das Rückgrat des Fernverkehrs. Die SBB will den Fahrkomfort des FV-Dosto verbessern und erstellt deshalb gemeinsam mit Alstom einen ersten Prototyp für ein optimiertes Drehgestell. Ob alle Fahrzeuge umgebaut werden, entscheidet die SBB nach der Testphase. ÖBB Rail Cargo Group stärkt europäisches Netzwerk Im Oktober 2024 begann die ÖBB Rail Cargo Group (RCG), die Güterverkehrstochter der ÖBB, einen neuen Rundlauf mit dem TransFER (Verbindungen der RCG mit festem Fahrplan) Budapest – Zeebrugge und verbindet damit wichtige Drehscheiben in Ungarn und Belgien für intermodale Warenströme. Mit drei Rundläufen pro Woche transportiert die RCG alle kranbaren Ladeeinheiten, darunter 20-, 30-, 40- und 45-ft-Container sowie 25- und 45-ft-Wechselaufbauten. Der sichere Transport von Gefahrgut gemäß den Richtlinien des RID ist möglich. Ab dem Terminal BILK in Budapest, dem zentralen Tor nach Südosteuropa, bietet RCG Antennenverbindungen von und in die Türkei an. Was für den TransFER Genk – Curtici bereits seit einiger Zeit umgesetzt wird, ist nun auch für den TransFER Wels – Vienna – Budapest möglich. Ab sofort können neben Containern, Wechselaufbauten und kranbaren Trailern auch nicht-kranbare Sattelauflieger mit diesem TransFER befördert werden. Der TransFER bietet mit drei Rundläufen pro Woche eine Nonstop-Verbindung zwischen den österreichischen Terminals Wels und Wien Süd und dem Terminal BILK. Damit schlägt er eine Brücke zwischen den Wirtschaftszentren Westeuropas und den Ländern Süd- und Südosteuropas. Durch den Einsatz der sogenannten r2L-Umschlagstechnik können nichtkranbare Sattelauflieger jeglicher Art am Terminal effizient verladen und umgeschlagen werden. Dabei wird der Trailer auf eine spezielle Plattform gestellt, die dann per Kran auf den Waggon gehoben wird. Die einfache Handhabung dieser Plattform ermöglicht einen schnellen und sicheren Umschlag von Sattelaufliegern am Terminal, ohne dass zusätzliche Rampen oder andere Einrichtungen erforderlich sind. Pro Hub wird eine Verladezeit von 5min bis 8min veranschlagt. RCG-Terminal BILK in Budapest (Foto: RCG/Zoltan Iro). eb 11-12 2024 ePaper Abonnement 2024 ã Georg Siemens Verlag GmbH & Co. KG Vervielfältigung und Verbreitung unzulässig und strafbar!

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