Baubeginn für Dresdner Bahn in Berlin

Dresdner Bahn im Süden Berlins (Grafik: DB).

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Baubeginn für Dresdner Bahn in Berlin

Nach jahrzehntelangen juristischen Streitigkeiten mit den Anwohnern und umfangreichen Planungen begann am 5. Februar 2019 mit dem Einheben des letzten Elements einer Schallschutzwand am Bahnübergang Wolziger Zeile in Berlin-Lichtenrade symbolisch der Wiederaufbau der Dresdner Bahn. Für 560 Mio. EUR sollen bis Dezember 2025 zwischen Berlin
Südkreuz und Blankenfelde zwei elektrifizierte Fernbahngleise einschließlich einer Verbindungskurve zum Berliner Außenring entstehen.

Die bauvorbereitenden Arbeiten begannen 2017 südlich des Bahnhofs Lichtenrade und an der Säntisstraße in Marienfelde. In 2019 beginnen zwischen Marienfelde und der Landesgrenze nach Brandenburg die Hauptbauarbeiten, unter anderem mit dem Neubau der Fußgängerunterführung an der Wolziger Zeile und dem Neubau einer Straßenunterführung an der Säntisstraße. Neun Bahnübergänge werden aufgelöst und dafür Brücken oder Unterführungen gebaut. Damit der Verkehr im Straßennetz nicht zum Erliegen kommt, wird so gebaut, dass von zwei benachbarten Eisenbahnkreuzungen eine als Umleitungsstrecke offen bleibt.

Die 16 km lange Dresdner Bahn existiert seit 1875 als Teil der Strecke Berlin – Dresden. Seit 1952 fahren hier keine Fernzüge mehr. Die Dresdner Bahn beginnt südlich des Bahnhofs Berlin Südkreuz, wo die Strecke von der Anhalter Bahn abzweigt, kreuzt nach 8,7 km die Landesgrenze Berlin/Brandenburg und führt nach Blankenfelde in Richtung Dresden. Sie ist Bestandteil des europäischen Kernnetzkorridors TEN-V Orient – östliches Mittelmeer, der die strategisch wichtigen Häfen der Nord- und Ostsee mit dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer verbindet. Im Stadtgebiet ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h begrenzt, im Land Brandenburg auf 200 km/h.

Über die Dresdner Bahn wird der Flughafen BER aus der Mitte Berlins in 20 min. zu erreichen sein und die Fahrzeit zwischen Berlin, Dresden und Prag wird verkürzt werden.

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