Brennstoffzellenantrieb auf Erfolgskurs

Nach vier Jahren Bauzeit eröffneten am 6. Dezember 2018 im Norden Münchens der Bundesverkehrsminister, Bayerns Verkehrsminister und ein BahnVorstandsmitglied die Neufahrner Kurve. Der 2,3 km lange, zweigleisige und elektrifizierte Schienenstrang verbindet die Strecke Regensburg – Freising – München mit den S-Bahn-Gleisen zum Münchner Flughafen.

Insgesamt wurden 8,3 km Gleise verlegt. Diese führen unteranderem auf einer 184 m langen Stahlbrücke über die sechsspurige A94. 36 Signale und acht Weichen regeln die Einfädelungen in die bestehenden Strecken. 57 km Kabel waren notwendig, um sie mit einem neuen Elektronischen Stellwerk zu verbinden.
Die Finanzierung erfolgte nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz wobei der Bund 46 Mio. EUR und der Freistaat Bayern 45 Mio. EUR tragen. Davon wird die DB 10 Mio. EUR als zinsloses Darlehen in den zwanzig Jahren nach Inbetriebnahme an den Freistaat zurückzahlen.

Ohne Umsteigen und 20 min schneller gelangen die Reisenden aus Niederbayern und der Oberpfalz von Regensburg über Landshut und Freising zum Flughafen. Mit dem Fahrplanwechsel startete der Flughafenexpress, den DB Regio Bayern im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft im Stundentakt fährt.

Nach den Linien S8 und S1 ist die Neufahrner Kurve die dritteFlughafenanbindung. Sie stellt den ersten Teil des sogenannten „Erdinger Ringschlusses“ dar. Mit der zweigleisigen Verbindung vom Flughafen nach Erding sowie anschließend mit der „Walpertskirchener Spange“, der geplanten Verbindung für Züge aus und in Richtung Salzburg und Mühldorf, sind die nächsten Projekte auf den Weg gebracht.

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