Streckenelektrifizierung Niedersachsen

In Niedersachsen sind von den bestehenden 4 200 km EBO-Strecken 2 000 km mit Oberleitung elektrisch betrieben (gerundete Zahlen [1]). Derzeit werden die Strecke 1522 Oldenburg (i. Oldbg.) – Wilhelmshaven Hbf (52 km), zwei DB-Streckenabschnitte Sande – Wilhelmshaven Ölweiche (15 km), die Anschlussbahn zum JadeWeserPort (5 km) und vermutlich noch weitere Abschnitte im Hafengebiet elektrisch ausgerüstet. Die Elektrifizierung des 62 km langen Abschnitts Stade – Cuxhaven (Strecke 1720) ist zwar in den Vordringlichen Bedarf aufgerückt, jedoch ist dieser bisher noch sehr unterfinanziert.
Von den gesamt 4 200 km EBO-Strecken hat das Land auf rund 3 000 km Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bestellt, davon auf 1 600 km mit Oberleitung elektrifizierten Strecken. Die erstaunenden Differenzen lassen sich größtenteils mit dem 133 km langen Schnellfahrstreckenabschnitt Hannover Hbf – Göttingen – (Fuldatal-Ihringshausen) und reinen Güterverkehrsstrecken erklären, vor allem beträchtlicher Längen bei nichtbundeseigenen Eisenbahnen in der Lüneburger Heide und im Emsland. Auf rund 1 400 km SPNV-Strecken im Land sind noch rund 120 Dieseltriebzüge eingesetzt, die in den nächsten 20 bis 30 Jahren zu erneuern sind. Wenn die Brennstoffzellentechnik sich weiter bewährt, kommen dafür ausgerüstete Triebzüge wie Coradia iLint in Frage.
Ein Gesamtplan des Landes ähnlich wie für Baden-Württemberg [1] soll bis Ende 2020 aufgestellt werden.

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