Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance

Das Im Aiguilles-Rouges-Massiv im Wallis in rund 2 000 m Höhe entstehende Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance [1] nutzt den Höhenunterschied zwischen den vorhandenen Speicherbecken Emossson und Vieux Emosson; bei letzterem wurde die 1955 fertig gestellte, rund 57 m hohe Staumauer um 20 m aufgestockt. Die Höhendifferenz der Wasserspiegel wird um die außerordentliche Spanne von 250 m bis 395 m schwanken. Bauherrin und künftige Betreiberin ist eine Gesellschaft mit anfänglich 150 Mio. CHF, mittlerweile 350 Mio. CHF Aktienkapital zu 39 % bei Alpiq, zu 36 % bei SBB und im Übrigen bei einem Investmentunternehmen und einer Gebietskörperschaft. Die Bauarbeiten hatten 2008 begonnen und umfassten das Erstellen von 17 km unterirdischen Fahr- oder Wasserwegen. Die Maschinenkaverne ist knapp 200 m lang, rund 30 m breit und rund 50 m hoch. Besonderheit der sechs 150-MW-Gruppen sind asynchrone Motorgeneratoren, die den Laständerungen besonders flexibel folgen können. Ihre Montage hat 2018 begonnen, die erste Gruppe soll ab Frühjahr 2019 in Betrieb genommen werden, und zum Winter 2020 soll die Gesamtanlage arbeiten. Der Arbeitsgrad wird mit > 80 % angegeben.

Quelle: bulletinch 2/2019[1] Pfander, J.-P.: SBB-Bahnenergieversorgung und Pumpspeicherwerk Nant de Drance. In: Elektrische Bahnen 106 (2008), H. 11, S. 508-513; 107 (2009), H.  1-2, S. 104.

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