Modernisierung Schweizer Einheitswagen

Seitenansicht EW-IV-Pendelzug des Fernverkehrs in Landschaft bei Nyon (Foto: SBB/François Gribi).

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Modernisierung Schweizer Einheitswagen

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) führen seit 2017 Modernisierungsarbeiten am Fernverkehrswagen Typ Einheitswagen (EW) IV durch. Insgesamt werden 203 der 496 Einheiten für 90 Mio. CHF komplett überholt. Die Arbeiten an 93 Wagen hat die SBB am 19.  August 2019 an die DB vergeben. Ab 2020 werden in den Werken Wittenberge und Neumünster die Arbeiten serienmäßig ausgeführt. Weitere 15 Wagen werden seit einigen Monaten bei Josef Meyer Rail in Rheinfelden modernisiert.

Die externen Vergaben waren notwendig, weil die SBB-Werke und Anlagen aufgrund der vielen laufenden Fahrzeugmodernisierungen und -revisionen stark ausgelastet sind. Von 2014 bis 2024 investiert die SBB 1,5 Mrd. CHF in die Modernisierung ihrer Flotte. Diese Arbeiten werden zu 97 % durch SBB-Werkstätten in der Schweiz ausgeführt.

Bei den EW-IV-Wagen werden Korrosionsstellen beseitigt und die Wagenkästen lackiert. Die Fahrgasträume der 1. und 2.  Klasse erhalten neue Teppiche, teilweise werden die Ablagetischchen und Sitzpolster ausgetauscht. Mit der Aufwertung der EW IV erfolgt eine einheitliche Gestaltung des Innenraums unter anderem durch Ausbau der Trennwände.

Nach heutiger Planung stehen die EW-IV-Wagen bis in die 2030er Jahre im Einsatz. Die Modernisierungsarbeiten sind seit langem geplant und stehen in keinem Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen eines tödlichen Unfalls und den als Sofortmaßnahme ergriffenen vertieften Kontrollen der Türfunktionen. Nach der Modernisierung in Deutschland führt die SBB in ihrem Werk in Olten eine plangemäße Revision der Drehgestelle und der Klimaanlagen durch. Dabei werden die Türen nochmals überprüft.

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