MegaHub Lehrte

Montage des Querbalkens des ersten Portalkranes am 23.  Juli 2019 in Lehrte. Die Lage des Querbalkens wird händisch feinjustiert, dann kann dieser befestigt werden (Foto: DB/Hanna Megas).

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MegaHub Lehrte

Nach dem symbolischen Spatenstich am 15. Mai 2018 entsteht auf 12 ha Fläche des ehemaligen Rangierbahnhofs Lehrte eine Schnellumschlaganlage für den Kombinierten Verkehr. Bund und DB investieren 170 Mio. EUR.

Der zentral gelegene Eisenbahnknoten Lehrte bietet ideale Verbindungen in Richtung Hamburg, Berlin, Braunschweig, Hildesheim und Hannover. Es bestehen unmittelbare Verkehrsanschlüsse an das Straßen- und Autobahnnetz im Großraum Hannover sowie an einem direkt angesiedelten Güterverkehrszentrum.

Die Krananlagen (Bild  1) werden auf einer 800 m langen Kranbahn eingesetzt. Sie überspannen im Endzustand drei Spuren der Sortieranlage, vier 700 m lange Umschlaggleise unterhalb des Portals sowie zwei weitere Umschlaggleise, drei Abstellspuren und eine Ladespur seitlich der Krane. Die Portalkrane werden die Container und andere Ladeeinheiten in Querrichtung zwischen den Güterzügen sowie zwischen Schiene und Straße umgeschlagen.

Herzstück des MegaHub Lehrte ist die vollautomatische Sortieranlage mit voraussichtlich zwölf selbstfahrenden batterieelektrisch angetriebenen Transportfahrzeugen. Nachdem eine Ladeeinheit vom Portalkran abgeladen wurde, übernimmt ein Transportfahrzeug den Längstransport zum Zielwagen. Dort wird die Ladeeinheit vom Kran aufgenommen und auf den Zug gesetzt. Dadurch wird der Kranbetrieb entlastet und die Güterzüge können effizienter be- und entladen werden.

Durch die weitgehende Vermeidung des Rangierbetriebs und den Einsatz des batteriebetriebenen Transportsystems wird der Lärm wirkungsvoll reduziert. Die elektrischen Antriebe der Krane können Bremsenergie zurückspeisen.

Der MegaHub Lehrte wird im Dezember 2019 mit drei Container-Portalkranen in den Probebetrieb samt Schulung und Integrationstest starten. Nach einem Hochlaufbetrieb werden die Regelverkehre aufgenommen. Im Endausbau sollen maximal sechs Portalkrane errichtet werden. 

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