Brenner Basistunnel zur Hälfte ausgebrochen

BBT: Baustelle Mauls in Italien (Foto: BBT).

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Brenner Basistunnel zur Hälfte ausgebrochen

Am 29. November 2019 wurden 50 % des 230 km langen Tunnelnetzes des Brenner Basistunnels (BBT) ausgeörtert. Die wöchentliche Vortriebsleistung, maschinell und konventionell, der 1900 Beschäftigten des BBT-Projekts beträgt durchschnittlich 500 m. Die 115 km Tunnelausbruch beinhalten 34 km Eisenbahntunnel, 43 km Erkundungsstollen und 38 km sonstige Tunnelbauwerke wie Nothaltestellen, Logistik- und Zufahrtstunnel.

Die Arbeiten an den vier Baulosen Tulfes-Pfons, Pfons-Brenner, Mauls und Eisackunterquerung mit elf Vortrieben verlaufen planmäßig. Drei Tunnelbohrmaschinen sind im Einsatz. Die Zahl der Vortriebe wird steigen, sobald die Arbeiten am Baulos Sillschlucht bei Innsbruck im kommenden Jahr aufgenommen werden.

Als wichtigste Maßnahme, endlich dem ständig steigenden Verkehrsaufkommen über den Brennerpass Herr zu werden, soll im Jahr 2028 der BBT den Betrieb für den Güter- und Personenverkehr aufnehmen. In 2018 überquerten 2,4 Mio. LKW den Pass.

Das ist mehr Güterverkehr, als die vier Schweizer und die zwei französischen Alpenpässe im selben Zeitraum zusammen verzeichneten. Der Bau des BBT amortisiert sich hinsichtlich entstandener Emissionen nach rund 18 Betriebsjahren, was bei einer Projektlebensdauer von 200 Jahren beachtlich ist.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Brenner Basistunnels ist dessen dritte Tunnelröhre, der sogenannte Erkundungsstollen. Dieser dient primär der geologischen Vorerkundung. Das Gebirge kann besser eingeschätzt werden und der Vortrieb reibungsloser von statten gehen. Je zur Hälfte wird mittels Sprengung und Tunnelbohrmaschine gearbeitet. Der Erkundungsstollen spart Zeit und Geld als Service- und Logistiktunnel während der Bauphase und als Wartungs- und Drainagetunnel im Betrieb.

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