Nachtrag zu „Teil- oder Vollausbau Lötschberg- Basistunnel“ in eb 9/2020 S. 328

Bei einem Teilausbau des Lötschberg-Basistunnels (LBT) von Ferden bis Mitholz, der eine acht Monate lange Vollsperrung das Tunnels erfordern würde, müsste an der dann neu entstehenden Betriebsstelle Mitholz die einspurige Überleitungsröhre für den Anschluss des verlängerten Westgleises an das Ostgleis neu gebaut werden. Eine solche Röhre war beim Bau des LBT zusammen mit den 14 km Rohbauröhre ab Ferden zwar schon ausgebrochen worden, jedoch für eine mit höchstens 120 km/h befahrbare Spreizungsweiche. Wie Fahrplansimulationen für das Betriebsprogramm beim Teilausbau inzwischen ergaben, würden dafür jedoch 180 km/h erforderlich sein. Es müsste also eine erheblich schlankere Verbindungsröhre neu ausgebrochen und die ursprüngliche großenteils verfüllt werden. Bei einem Vollausbau wäre dieser Neubau nicht nötig. Umgekehrt könnte dabei nach heutigem Konzept die jetzige Spreizungsweiche der Betriebsstelle Adelrain rückgebaut werden. – Bei beiden Ausbauvarianten würde die jetzige Betriebsstelle Ferden mit drei weiteren Weichen zu doppelseitiger Überleitmöglichkeit mit höchstens 120 km/h für Baubetriebszustände ergänzt.

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