Großkraftwerk droht Großkundenverlust

Blick auf die Blöcke 6 und 8 des Großkraftwerkes Mannheim (Foto: Siegfried Graßmann).

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Großkraftwerk droht Großkundenverlust

Das Großkraftwerk Mannheim (GKM), mit 1958 MW elektrischer Nettoleistung  und 1500 MWth installierter Fernwärmeleistung das größte deutsche Steinkohlekraftwerk, muss entsprechend dem aktuellen politischen Kompromiss bis spätestens 2038 die Elektroenergieund Fernwärmeproduktion durch das Verbrennen von Kohle einstellen. Mit 310 MW installierter Leistung für 1 AC 15 kV 16,7 Hz ist die DB Großkunde des GKM und deckt 15 % des Bahnenergiebedarfes. 2018 verkaufte das GKM 16 % seiner Elektroenergie an die DB. Das entspricht 109 Mio. EUR Umsatz bei einem Gesamtumsatz von 754 Mio. EUR.

Die DB kündigte an, den Vertrag nicht zu verlängern. Gemäß einer DB-Sprecherin sei das Ziel, den Anteil sich erneuernder Energien am Bahnstrommix bis 2038 auf 100 % zu erhöhen.

Wie man sich in Mannheim auf diese Veränderungen einstellt und welche Auswirkungen es auf die 570 Beschäftigten hätte, ist abhängig von der Neuausrichtung des Kraftwerks. Ob und welche Blöcke mittelfristig auf Gasbetrieb umgestellt werden, ist offen. Solche Entscheidungen könnten erst getroffen werden, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Kohleausstiegs geregelt seien. Das betonten die GKM-Besitzer, die drei Energieunternehmen RWE (40 %), EnBW (32 %) und MVV (28 %).

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