DB Cargo auf Wachstumskurs

DB Cargo-Übergabe für die Papierfabrik in Schwedt (Foto: Siegfried Graßmann)

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DB Cargo auf Wachstumskurs

Im Jahr 2019 transportierte die Güterverkehrssparte der DB 232 Mio. t Güter, 2010 waren es 415 Mio. t. Der einstige Fast-Monopolist auf der Schiene verlor die Hälfte des Marktanteils an konkurrierende Eisenbahnverkehrsunternehmen. Auf die steigenden Verluste reagierte DB  Cargo mit Kürzungen und eingeschränkten Angeboten. Anschlussstellen von Unternehmen wurden nicht mehr bedient. Sanierungsversuche blieben in den vergangenen Jahren ohne Erfolg.

Wie das Vorstandsmitglied Sigrid Nikutta ankündigte, will die DB beim Güterverkehr eine Richtungskorrektur vornehmen. Engere Taktungen sollen das Angebot ausweiten. Transporte über Nacht sollen ausgebaut werden, wie zum Beispiel in 2020 auf den Relationen Hamburg – Köln und Köln – Berlin. Zusätzliche Angebote soll es im Geschäft mit Ganzzügen und beim kombinierten Verkehr mit Schiff, Zug und Lastwagen geben. Strukturen und Kundenansprache sollen sich verändern. „Wir machen Schienengüterverkehr so einfach wie Onlineshopping“, sagte Nikutta. Der besonders defizitäre Einzelwagen-Verkehr soll wachsen. DB  Cargo werde organisieren, dass die Güter bei fehlendem Gleisanschluss mit dem LKW abgeholt und auf die Schiene gebracht werden. Dieses Angebot lasse sich wahrscheinlich verfünffachen.

Es werde eingestellt und investiert. Von der Politik werden bessere Rahmenbedingungen für den Schienenverkehr erwartet, wie bei Steuern und Abgaben. Bis 2030 wolle man erreichen, dass man 25 Mio. LKW-Fahrten pro Jahr auf die Schiene bekomme. Dies stehe im Einklang mit dem Regierungsziel, den Marktanteil des Schienengüterverkehrs von derzeit 18 % auf 25 % zu steigern. Mit 2 500 Verladestellen könne DB Cargo das leisten.

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