Kupfer: Bedarf wird steigen – Verfügbarkeit bleibt gesichert

Ein E-Straßenfahrzeug enthält durchschnittlich fast dreimal so viel Kupfer wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Schon die Masse einer Lithium-Ionen-Batterie besteht zu rund 18 % aus Kupfer für das Anodenträgermaterial. Dazu kommen E-Motor, Hochvoltbordnetz, Leistungselektronik und anderes. Der Cu-Bedarf ist bei den verschiedenen Motorbauarten sehr verschieden: Drehfeld-Asynchronmotoren und elektrisch erregte Synchronmotoren brauchen mehr für die Rotorwicklungen. Laut einer von der International Copper Association (ICA) in Auftrag gegebenen, 2020 erstellten Studie wird 2030 der Anteil von Elektro- und Plug-in-Hybridautos global rund 19 % des Gesamtmarktes ausmachen und bis 2040 voraussichtlich auf 72 % wachsen. Das wird den Kupferbedarf dafür bis 2030 auf >0,25 Mio t/a steigen lassen. Dabei ist die Verfügbarkeit des Metalls entgegen allen Befürchtungen langfristig gesichert. Bei 28 Mio. t/a Bedarf schätzt die US Geological Survey (USGS) die weltweiten Cu-Vorräte auf 0,83 x 109 t. Ihren Daten zufolge gab es seit 1950 im Durchschnitt immer für 40 Jahre reichende Kupfervorkommen. Die so genannten Cu-Ressourcen in Reserven, entdeckten und potenziell rentablen Lagerstätten sowie unentdeckten, aber auf der Grundlage vorläufiger geologischer Untersuchungen vorhergesagten Lagerstätten betragen total 5 x 109 t. Außerdem werden, tendenziell steigend, bereits jetzt rund 35 % des weltweiten Bedarfs mit recyceltem Kupfer gedeckt. Eine Cu-Verknappung und dadurch ein Ausbremsen der E-Mobilität sind also nicht zu befürchten.

Quelle: Deutsches Kupferinstitut

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