Netz mit Wasserstofftriebzügen

Wasserstofftriebzug Coradia iLint in Niedersachsen (Foto: Alstom).

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Netz mit Wasserstofftriebzügen

Am 24. August 2022 ist das weltweit erste Netz mit Wasserstofftriebzügen in den regulären Passagierbetrieb an den Start gegangen. Die 14 Fahrzeuge gehören der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), einer Tochter des Landes. Weitere Partner des 93 Mio. EUR-Projektes sind der Schienenfahrzeugbauer Alstom, die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) und das Gase- und Engineering-Unternehmen Linde.

Das niedersächsische Verkehrsministerium übernahm die 85 Mio. EUR für die Beschaffung der zweiteiligen Coradia iLint Triebzüge von Alstom. Der Bund beteiligte sich mit 8,4 Mio. EUR. Auf der Strecke Cuxhaven – Bremerhaven – Bremervörde – Buxtehude werden durch die evb im Auftrag der LNVG die 14 mit Wasserstoff betriebenen Regionalzüge eingesetzt. Sie ersetzen 15 Dieseltriebzüge. Dank 1000 km Reichweite können die Triebzüge mit einer Tankfüllung einen Tag im Netz der evb fahren. Derzeit rollen fünf der neuen Züge, die weiteren kommen bis Ende 2022 hinzu.

An der Wasserstoff-Tankstelle in Bremervörde können die Züge rund um die Uhr versorgt werden. Die Anlage von Linde beinhaltet 64 Stück 500-bar-Hochdruckspeicher mit insgesamt 1 800 kg Speicherkapazität, sechs Wasserstoffverdichter und zwei Zapfsäulen. Ein Kilogramm Wasserstoff ersetzt 4,5 l Dieselkraftstoff. Eine spätere Wasserstofferzeugung vor Ort mittels Elektrolyse und regenerativ erzeugtem Strom ist geplant.

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