2. Stammstrecke München: Teurer und später

Stammstrecke im Hauptbahnhof München (Visualisierung: DB).

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Wachstum im Schienengüterverkehr der Schweiz

Mit Suisse Cargo Logistics soll die Basis für eine effiziente, automatisierte und nachhaltige Logistik in der Schweiz geschaffen werden. Bis 2050 will die SBB die Hälfte des zusätzlichen Güterverkehrs auf der Schiene befördern. Gegenüber heute können so 60 % mehr Güter per
Bahn transportiert werden. Die Nettotonnenkilometer steigen von 3,8 Mrd. auf 6,1 Mrd. Der Gütertransport soll bis 2050 auf der Straße nur um 14 % statt um prognostizierte 22 % wachsen. Das entspricht jährlichen Einsparungen von 1 Mio. Lastwagenfahrten, 470 GWh Primärenergie und 26 000 t CO2.

Suisse Cargo Logistics baut auf den Stärken der Bahn auf und trägt neuen Markt- und Kundenbedürfnissen Rechnung. Die SBB wollen die Bahninfrastruktur und Flächen nutzen, Schiene und Straße kombinieren und das bestehende Güterverkehrsangebot ergänzen.
Die Eckpunkte von Suisse Cargo Logistics sind:

  • Die SBB nutzt die bestehende und künftige Bahninfrastruktur optimal aus. Durch die Ausbauschritte 2025 und 2035 stehen dem Güterverkehr zunehmend mehr und schnellere Trassen zur Verfügung.
  • Leistungsfähige Umschlagsanlagen sollen einen einfachen Zugang zur Bahn ermöglichen. Es ist geplant, das Umschlagnetzwerk um fünf Terminals für den kombinierten Verkehr zwischen Genf und St. Gallen zu ergänzen. Zudem sollen bestehende Güterverkehrsanlagen mit Schienenanbindung in den größeren Schweizer Städten insbesondere für Bau- und Entsorgungslogistik zu fünf bis acht Cityhubs weiterentwickelt werden. Die bestehenden Verladepunkte, einschließlich Freiverladegleise, sind weiterhin eingebunden.
  • Der Ganzzugverkehr ermöglicht Güterverkehrskunden Punkt-zu-Punkt-Transporte von großen Mengen direkt vom Verlader zum Empfänger. Der kombinierte Verkehr sichert das Zusammenspiel zwischen Straße und Schiene. Der Einzelwagenladungsverkehr bildet das Grundangebot und sichert das bestehende Transportvolumen. Er kann jedoch nicht kostendeckend betrieben werden. Er wird – vorbehaltlich des politischen Entscheids zu Umfang und Qualität der Förderung – als Netzwerkverkehr gestärkt und erlaubt eine breite Erschließung.
  • Eine erneuerte Flotte wird durch Investitionen und Automationen, beispielsweise die automatisierte Bremsprobe und die digitale automatische Kupplung effizienter.

 
 

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