740-Meter-Programm

Ein Containerzug in der Oberpfalz (Foto: DB/Claus Weber).

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740-Meter-Programm

Mit dem 740-Meter-Programm wollen Bund und DB den Einsatz von 740 m langen Güterzügen, der europäischen Standard-Güterzuglänge, auf Deutschlands Bahnstrecken ermöglichen. Mit 500 Mio. EUR Investitionen soll ein flächendeckendes Netz für den Einsatz diese Güterzüge geschaffen werden. An 75 Stellen im gesamten Bundesgebiet sollen 740 m lange Überholgleise geschaffen werden. Vom LKW sollen damit pro Jahr 1,8 Mrd. tkm Transportleistung auf die Schiene verlagert werden.

Ein Drittel der Maßnahmen befindet sich in Bayern, viele davon entlang der Hauptstrecke Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Passau und im Großraum München. Der Umfang der Maßnahmen ist sehr unterschiedlich. An einigen Stellen kann das Versetzen eines Signales um wenige Meter bereits ausreichen, um die erforderliche Länge zu erreichen. Andernorts werden Weichen verschoben, Gleise verlängert, Brücken verbreitert oder komplett neue Überholgleise gebaut. Vereinzelt kann sogar ganz ohne baulichen Eingriff die erforderliche Länge erreicht werden. Je nach Umfang der Maßnahme ist teilweise ein Baurechtsverfahren erforderlich. Die ersten vier der 23 Maßnahmen in Bayern konnten bereits fertiggestellt werden, beispielsweise weil sie in parallelen Projekten realisiert wurden.

Die weiteren baulichen Maßnahmen erstrecken sich über einen längeren Zeitraum, beginnend voraussichtlich ab 2023. Insgesamt werden Bund und DB 200 Mio. EUR in das 740-Meter-Programm in Bayern investieren.

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