Ammoniak-Wasserstoffmotor

Die DB und das australische Energieunternehmen Fortescue Future Industries (FFI) vereinbarten eine umfassende Zusammenarbeit, um die klimaneutrale Mobilität voranzutreiben. In einem ersten Projekt werden Dieselmotoren für Lokomotiven und Triebwagen erstmals so modifiziert, dass sie mit Ammoniak und Wasserstoff betrieben werden können.

Der Ammoniak-Wasserstoffmotor basiert auf einem vorhandenen Typ von Dieselmotoren. Dieser wird so verändert, dass er mit Ammoniak und Wasserstoff, hergestellt aus sich erneuernden Energien, betrieben werden kann. Der Vorteil ist, dass Ammoniak eine höhere Energiedichte als flüssiger Wasserstoff besitzt und sich leichter transportieren und speichern lässt. Als Schlüsseltechnologie des Ammoniak-Wasserstoffmotors kommt ein Cracker des Stuttgarter Unternehmens Ammonigy zum Einsatz.

Dieser spaltet einen kleinen Teil des Ammoniaks außerhalb des Motors in Wasserstoff und Stickstoff auf. Der so erzeugte Wasserstoff wird dem restlichen Ammoniak als Zündgas beigemischt und sorgt für eine CO2-freie Verbrennung. Ein erster Prototyp des Motors wird derzeit auf einem Motorenprüfstand getestet. Gemeinsam mit FFI entwickelt die DB diese Technologie weiter, unter anderem mit Dauerlaufversuchen und Emissionsmessungen. Insgesamt investieren beide Unternehmen einen mittleren sechsstelligen Betrag in das Entwicklungsprojekt.

Die Kooperation fokussiert sich darüber hinaus auf die die Herstellung, den Transport und die Verteilung von Wasserstoff und Ammoniak. FFI will Wasserstoff in großen Mengen aus sich erneuernden Energien produzieren und in Form von Ammoniak global vertreiben. Die DB erprobt vielfältige Lösungen für den Einsatz von Wasserstoff und könnte ein Abnehmer großer Mengen sein. DB Cargo entwickelt Logistikkonzepte, um Wasserstoff und Wasserstoffderivate wie Ammoniak zur Industrie zu bringen.

 
 
 
 
 
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